Ende März wird es in Thüringen mehrere Aktionen gegen das Flüchtlingslager in Zella-Mehlis geben. Darunter einen Aktionstag vor Ort sowie eine Demo in Meiningen. Mehr dazu unter Termine
Einen weiteren Beitrag bei MDR „Hier ab 4″ gibt es hier: -> http://www.mdr.de/hier-ab-vier/8274856.html (ca. ab 3. Minute)
Infoveranstaltung zum Gutscheinumtausch
-Solidarität muss praktisch werden-
Flüchtlinge sehen sich in Deutschland einer Vielzahl an Repressionen ausgesetzt. Behördenwillkür, rassistische Kontrollen, Einschränkung von Grundrechten wie Freizügigkeit und das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Was folgt ist Isolation, Resignation, Trauma und Abschiebung.
Es gibt vieles, das Flüchtlinge in der BRD zu Menschen zweiter Klasse degradiert, dabei scheint die monatliche Zuwendung von 126€ in Gutscheinen für den Kauf von Nahrung und Kleidung fast unbedeutend.
Die Gutscheine machen es den Flüchtlingen unmöglich selbstbestimmt einkaufen zu gehen und beispielsweise frisches Obst und Gemüse auf dem Markt, oder Genussmittel wie Tabak oder Alkohol zu kaufen. Des Weiteren degradieren sie die betroffenen Flüchtlinge zu Menschen zweiter Klasse, da spätestens an der Kasse offensichtlich wird, was sonst unausgesprochen bleibt – ihr seid nicht Teil dieser Gesellschaft.
An diesem Punkt wollen wir ansetzen, um das Leben dieser Menschen, in teils jahrelanger Wartehaltung, wenigstens etwas zu verbessern. Wir wollen ihre Gutscheine gegen Geld tauschen, um ihnen zumindest so die Möglichkeit zu geben, ein Busticket bezahlen zu können oder Zigaretten zu kaufen. Statt den Flüchtlingen, gehen wir dann mit den Gutscheinen einkaufen.
Es geht uns jedoch um mehr als sie zum Konsum zu ermächtigen. Wir wollen mit ihnen in Kontakt treten, ihre Vereinzelung brechen und zeigen dass sie nicht allein sind, damit gemeinsam gegen menschenverachtende Gesetze vorgegangen werden kann.
Wie soll das gehen? Was ist die genaue Lage der Flüchtlinge? Wie könnt ihr helfen?
Kommt am 17.02.2011 ab 20.00 Uhr zahlreich zur Infoveranstaltung im Haus am Inselplatz
Anschließend gibt es Musik mit Wattzn Deaf und Banda Contro, danach DJ’s.
Aus Anlass der Naziaufmärsche am 13. Februar und am 19. Februar 2011, sowie einer bitter notwendigen Kritik am Geschichtsrevisionismus der bürgerlichen Gedenkfeiern, haben wir, die Gruppe revolta – antikapitalistische linke aus Jena, uns entschieden eine 10-seitige antifaschistische Aktionszeitung mit einer Auflage von ca. 1000 Stück herauszubringen, die kostenlos verteilt wird und hier als PDF heruntergeladen werden kann. An dieser Stelle auch großen Dank an das Referat gegen Rechts beim Studierendenrat der Uni Jena, dass dieses Projekt finanziert hat.
Vorab: Wir wollen uns mit dieser Zeitung in keinster Weise von den bestehenden antifaschistischen Bündnissen, wie “no pasaran!” oder “Dresden Nazifrei!” abgrenzen! Wir sehen diese Zeitung lediglich als inhaltlichen Beitrag zu den Debatten innerhalb der antifaschistischen Bewegung, die wir durch unsere Initiative bereichern möchten.
Ab jetzt wird es jeden zweiten Donnerstag (in geraden Wochen) von 17.00 – 19.00 Uhr eine offene Sprechstunde der Roten Hilfe im Infoladen Jena geben. Wenn ihr Fragen zu einem Prozess habt, Unterstützung braucht oder euch einfach für die Arbeit der Roten Hilfe interessiert, dann seid ihr herzlich eingeladen bei uns vorbeizuschauen.
Die erste Sprechstunde wird am 13.01.2011 stattfinden
Nachfolgend findet ihr eine Übersetzung des „Aufrufs von Dijon“ veröffentlicht am 24.12.2010 auf www.dissent-fr.eu (französisch) Das Orignal (frz.) kann unter: www.dissent-fr.eu oder auf linksunten eingesehen werden.
2011, „DIE“ letzte Krise befindet sich nun in ihrem dritten Jahr. In Europa ist die Finanz- und Bankenkrise zu einer Krise der Staaten geworden. Nachdem den Banken und großen Unternehmen Milliarden hinterhergeworfen wurden, sagen die Regierungen nun, dass sie ihre Schulden nichtmehr auf sich nehmen können. Stattdessen entwickeln sie nun, mit Hilfe von internationalen Organisationen (IWF, EZB), Sparpläne: Senkung der Löhne, Senkung der Sozialhilfen und der Renten, massive Kündigungswellen, Privatisierung von öffentlichen Diensten, das Abschaffen von Sozialrechten… Auch wenn sich die revolutionären Bewegungen in mehreren Ländern entfalten, wie in Griechenland, Rumänien, England, Italien, Frankreich, die Politik des Bruchs mit allem sozialen ist nicht aufgehalten und beginnt damit ihre Kräfte freizusetzen. Zunehmende Ausbeutung und Ungleichheit, Repression gegen Migrant_innen, die Entwicklung und Verbesserung von Überwachung und Kontrolltechniken, Gentrification, Ghettoisierung werden begleitet von einer gut geölten Medienpropaganda und kraftvollen Sicherheitspolitik um die Einheit zu erhalten und Angriffe zu verhindern.